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“Vollgas-Rennspaß” 

2022  

DANKESCHÖN!
 
WAHNSINN!  – dieser mörderheisse Vollgas-Rennspass Samstag am 18. Juni 2022 im Velodrom in Darmstadt hat wieder alle in seinen Bann gezogen und es hat den Beteiligten wieder sehr viel Spaß gemacht.
Trotz der extrem heißen Temperaturen um die 34 Grad und der damit verbundenen Anstrengungen für alle Teilnehmer, fanden sich wieder weit über 100 aktive Motorrad Fahrer ein, die ihre schönen und oft sehr seltenen historischen Schätze als Kulturgut einer breiten Öffentlichkeit im Infield und auf der Radrennbahn darboten. Es entsteht dadurch ein einzigartiges lebendiges Museum mit ganz eigenem Flair und Stimmung.
Das älteste Motorrad war eine TRIUMPH Model H, Bj. 1915.
Die Maschinen wurden in zehn Klassen nach Baujahren und Leistung eingeteilt und es war dadurch wieder ein besonderes Erlebnis für alle Sinne und eine Freude für unsere begeisterten Motorrad Fans.
Die ca. 1000 Zuschauer erlebten einzigartige Demo-Show-Läufe und unvergessliche Einblicke bei Benzingesprächen im offen zugänglichen Fahrerlager.
Für das leibliche Wohl sorgte wieder bestens die Radballabteilung vom VCD mit familiären Preisen. Neben Gegrilltem gab es natürlich auch Kaffe und Kuchen und auch für kalte Getränke wurde reichlich gesorgt.
 
Wir sagen herzlichen DANK an alle Fahrer und Fahrerinnen, an die zahlreichen Fans und Besucher und an das starke Helferteam, das so eine erlebnisreiche und einzigartige Veranstaltung wieder ermöglicht hat. 

Allzeit gute fahrt!

euer hans-werner, olaf und thomas

 

 

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Vollgas-Rennspaß mit Volksfest-Charakter

Einmal im Jahr gehört die Radrennbahn in Darmstadt  n i c h t  den muskelbepackten Radrennfahrern. Zahlreiche Motorradfahrer fiebern bereits Wochen vorher diesem einen Samstag entgegen. Spätestens jetzt bringen sie ihre betagten Schätze technisch und optisch auf Vordermann. An diesem einen Samstag gehört das Velodrom allein ihnen und einem motorsportbegeisterten Publikum.

Bereits am frühen Vormittag füllt sich das Infield des Betonovals mit Oldies aus 5 Jahrzehnten. Dann geben sich Mopeds, Motorroller, Straßen- und Rennmotorräder ein Stelldichein und erinnern an die lange Tradition des Motorsports. Teilnehmen darf dabei jeder, der ein entsprechendes Fahrzeug bis Baujahr 1979 sowie einen Sturzhelm besitzt.

Schon bald legt sich der Geruch von Benzin und verbranntem Renn-Öl über das Fahrerlager und die überhöhten Steilkurven. Motoren brummen, Auspuffe knattern und ein Knallen wie in einer Silvesternacht signalisiert: Das Training hat begonnen! Doch was den zahlreichen Zuschauern den Eindruck echter Geschwindigkeitsrennen vermittelt, ist tatsächlich Vollgas-Rennspaß im wahrsten Sinne des Wortes. An diesem Tag geht es auf der Radrennbahn mehr um den Spaß als um ein echtes Kräftemessen.

Die Regeln, die Organisator Hans Hug eigens für seine Veranstaltung aufgestellt hat sind denkbar einfach und dienen in erster Linie der Sicherheit von Fahrern und Zuschauern. Danach erfolgt eine grobe Einteilung in verschiedene leistungs- und baujahresabhängige Klassen um sicherzustellen, dass sich nicht Fahrer leistungsstarker Rennmaschinen durch ein Feld von Mopeds oder Motorrollern kämpfen müssen.

Nach der Mittagspause darf dann jede Klasse ihre Läufe austragen, wobei die Fahrer ihre Geschwindigkeit frei der Leistung ihrer Maschine und ihrem eigenen Fahrvermögen anpassen können.

Während die einen begeistert ihre Runden drehen, wird im Fahrerlager geschraubt und gefachsimpelt. Besucher können sich frei im Fahrerlager bewegen, mit Fahrern und Mechanikern plaudern und fotografieren.

Sicher kann man einige dieser historischen Renner auch in Fahrzeugmuseen besichtigen. Aber wo bietet sich schon mal die Gelegenheit, z.B. eine Harley Davidson Rennmaschine aus den 20ern in Aktion zu sehen und zu hören?

Natürlich ist auch für das leibliche Wohl aller Teilnehmer und Besucher gesorgt. Die Imbiss- und Getränkestände sind mit ihren moderaten Preisen stark umlagert und über dem gesamten Gelände liegt ein Hauch von Volksfeststimmung.

Ganz so, wie es sich Hans Hug bei seiner Premierenveranstaltung im Jahre 2006 vorgestellt hatte.

Text: Jürgen Nöll

Blick auf die Rennbahn 2019 (Video-T.Kern)